Trinkwasser im Kanton Freiburg: BNE-Ideen für Schulen

Une main en eau qui serre une main d'une personne

Was wäre, wenn das Wasser aus dem Hahn zum Ausgangspunkt für spannendes Lernen würde? Im Kanton Freiburg ist die Qualität des Trinkwassers sehr hoch. Gleichzeitig sind mit seiner Versorgung und seinem Schutz wichtige Herausforderungen verbunden. Für Schulen bietet sich damit eine ideale Gelegenheit, das Thema im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts aufzugreifen und einen direkten Bezug zur lokalen Realität herzustellen.

Hintergrund

Trinkwasser ist eine lebenswichtige Ressource und zugleich ein zentrales Thema der nachhaltigen Entwicklung. Im Kanton Freiburg ist die Qualität des verteilten Trinkwassers in der Regel ausgezeichnet und mit jener von Mineralwasser vergleichbar. In der Stadt Freiburg stammen 99 Prozent des Trinkwassers aus natürlichen Quellen.

Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels, die sich zunehmend auf die Bewirtschaftung der Wasserressourcen auswirken – etwa durch Trockenperioden, mögliche Verschmutzungen oder den steigenden Druck auf das Grundwasser –, gewinnt die Auseinandersetzung mit diesen Themen auch in den Schulen an Bedeutung. Sie betreffen nicht nur unmittelbar den Alltag der Schülerinnen und Schüler, sondern bieten zugleich einen konkreten und lebensnahen Ansatzpunkt für Projekte im Bereich der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).

Eine natürliche Ressource, die geschützt werden muss

Das im Kanton Freiburg verteilte Trinkwasser stammt grösstenteils aus natürlichen Quellen und Grundwasservorkommen. Diese wertvollen Ressourcen sind direkt von der Qualität der Böden und den landwirtschaftlichen Bewirtschaftungspraktiken abhängig. Auch wenn das Freiburger Trinkwasser heute von ausgezeichneter Qualität ist, bleibt dies keine Selbstverständlichkeit. Die Sicherung dieser Qualität erfordert eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und kantonalen Behörden.

Die Schutzzonen rund um die Quellen müssen vor möglichen Verunreinigungen bewahrt werden, etwa durch Pflanzenschutzmittel, Kohlenwasserstoffe oder häusliche und industrielle Abwasser. Gleichzeitig werden die Trinkwassernetze regelmässig kontrolliert, um sicherzustellen, dass die mikrobiologische und chemische Qualität den schweizerischen Anforderungen entspricht. Im Kanton Freiburg gelten die Bestimmungen des Gesetz über das Trinkwasser (TWG).

Langfristig stellt auch der Klimawandel eine zusätzliche Herausforderung dar. Häufigere Trockenperioden können dazu führen, dass sich die Grundwasservorkommen langsamer erneuern und sich die Wasserqualität langfristig verschlechtert.

Der Schutz des Trinkwassers erfordert daher Massnahmen auf verschiedenen Ebenen. Für Schulen bietet dieses Thema die Möglichkeit, zentrale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung miteinander zu verknüpfen – insbesondere Umwelt, Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung.

Ideen für den Unterricht

Die Möglichkeiten, das Thema Trinkwasser im Unterricht aufzugreifen, sind vielfältig. Beispiele dafür sind:

  • Der Frage nachgehen: «Woher kommt das Wasser unserer Schule?»
  • Den Wasserverbrauch der Schule messen und analysieren
  • Ein Projekt zum Thema «Wassersparen in der Schule» durchführen
  • Lokale Wasserressourcen kartieren, beispielsweise Quellen, Flüsse, Seen oder Abwasserreinigungsanlagen

Die Plattform Schulnetz21 bietet zahlreiche Unterrichtsideen und Materialien zu diesem Thema.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Trinkwasser ermöglicht es, ein Thema aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler mit den Zielen des Schulnetz21 zu verknüpfen. So lässt sich Nachhaltigkeit auf einfache Weise im Schulalltag verankern – ausgehend von einer so alltäglichen Handlung wie dem Trinken eines Glases Wasser.

Paumes de main jointes qui ont de l'eau